Katápola

Ich fuhr stark verspätet mit dem fast überfülltem Superjet 2 über Koufonissi nach Katápola. Beim Aussteigen fing mich das gleißende Licht sofort ein. Ich fand schnell mein Zimmer und schaute von oben auf die Hafeneinfahrt, wo das Schiff mit noch mehr Verspätung weiterfuhr. Schnell ging ich ins Wasser vorm Haus, um mich abzukühlen. Der Wind war mittelstark. Es wurde ein schöner Abend.

Ich fühlte mich auf Anhieb wohl in dem Hafen. Viele Tavernen, einige Geschäfte, Boote und Schiffe kamen herein, die Scopelitis legte an und blieb über Nacht. Es war einiges los in Katápola. Die meisten Tavernen und Kafeneions waren voll. Ich fand spät noch einen Platz im Corner und nahm was Traditionelles von der Insel: Patatato. Lamm geschmort mit Kartoffeln (!) und leckerer Soße. Es war ein guter Abschluss dieses Tages.

Auch an den anderen Tagen spürte ich die Ruhe und Schönheit, die von dem Ort und ihren unaufgeregten Menschen ausging. Zum Baden fuhr ich mit dem Wassertaxi zum kleinen Maltezi-Strand an der Hafeneinfahrt. Dort lag ich zwar vom Wind geschützt, aber unter einem Palmendach, das nicht viel Sonne abhielt. Die Hitze stand sehr über mir. Ich war ständig zum Abkühlen im Wasser und machte mich schon bald wieder zurück in mein kühles Zimmer.

In Katápola gibt es fast überall leckeres Patatao. Die Tiropites mit Käse, Tomaten und Oliven als Füllung hatte ich vorher auch noch nicht gegessen und schmeckten supergut, nur an den Rakomelo mochte ich mich nicht gewöhnen. Die schönste Zeit war auch hier frühmorgens, wenn man beim Frühstück das Treiben am Anleger und auf den Yachten beobachten konnte. Wenn abends Fähren oder Schiffe anlegten, schaute ich entspannt zu und ließ dann auf dem kleinen Balkon vor meinem kühlen Zimmer den Tag ausklingen.