Fahrt nach Galini

Es war morgens heller als am Tag zuvor, aber die Hoffnung auf einen sonnigen Strandtag hatte ich nicht mehr. Also verließ ich die Sfakia und fuhr in Richtung Plakias. Die weite Ebene bei Frangokastello, von dem einige im Netz schwärmten, reizte mich eher nicht. Der Strand hatte Sand, war aber menschenleer im Herbst. Es ging wieder hoch in die Berge. In Rodakino wurde gerade an der Brücke die Straße gebaut. Ein Radlader versperrte sie. Ich hätte warten müssen. Also fuhr ich lieber hinunter und kam an den schönen Koraka-Strand. Auch hier kein Betrieb, aber die Sonne machte mir Hoffnung. Über Sellia fuhr ich zum Souda-Strand. Auch der gefiel mir gut. Je näher ich nach Plakias kam, desto angenehmere Buchten entdeckte ich.

Am Paligremnos hatte die Strandbar zu, es war windig am Strand. Die Leute hatten Jacken an, obwohl es sonnig war. Ich telefonierte mit Heidi in Galini, die mir ein schönes Zimmer im Romantika anbot. Außerdem sei es sonnig und ohne Wind. Ich verließ Plakias, Damnoni und Preveli mussten warten, entdeckte hinter Spili große Brandflächen in der Landschaft, die vom Spätsommer herrühren mussten und kam am frühen Nachmittag in Galini an.

Ich wurde von Heidi sehr nett empfangen, bekam ein Zimmer mit Superdusche und genoss am Hausstrand die Sonne. Gegen drei ging ich ins Stochos, bestellte bei der saisonmüden Evi ein Moussaka, trank hinterher im So Far So Good in der Abendsonne einen leckeren Orangensaft und erfuhr dort von Babis, dass er vor zwei Tagen, als ich in Loutrò gewesen war, seinen Kamin zum ersten Mal in diesem Jahr hatte anheizen müssen. Gegen halb sieben ging die Sonne hinter dem Galiniberg unter. Ich hatte sie sehr genossen nach den Regentagen in der Sfakia.

Heidi hatte heute Briam gekocht und so blieb ich abends bei ihr zum Essen. Von meinem kleinen Balkon hatte ich einen guten Blick auf das Abendrot, das eine Wetterbesserung für die nächsten Badetage in und um Galini versprach. Ich konnte gut schlafen.