In und um Galini

Von Plakias zurückgekehrt, verbrachte ich ruhige Tage in Galini. Kein Wunder, denn Galini bedeutet ja Gelassenheit, Windstille, Ruhe. Da der Strand aber eher mittelmäßig ist, fuhr ich morgens Richtung Osten an den langen Kommos-Strand. Schöner Sand, leichter Wind und Wellen. Das wollte ich. Teilweise erschwerten aber Steinplatten den Weg ins Wasser. Unter einem Schirm auf einer Liege das Wasser, die Luft und Bücher und Sudokus zu genießen, das hatte was. Das Mittagessen im Vrachos hoch über dem Strand war lecker und die Aussicht toll. Auch das kleine Kalamaki gefiel mir ein paar Tage später richtig gut, es war sehr angenehm dort, Entspannung pur. Hohe Wellen, ein schöner Blick aufs Meer und Strandläufer, die von Kommos herüber gekommen waren. Die Wirtin im Pelagos war sehr nett, sprach gut Deutsch, das Imam war lecker, der Frappé super und ich fand, dass Kalamaki ein lohnendes Kretaziel ist. Abends genoss ich nach der Siesta die untergehende Sonne in Galini bei Stochos oder der Beachbar, ging lecker essen in einer der unzähligen Tavernen, nahm noch einen Espresso und einen Raki bei Vangelis im Platia und legte mich gut zufrieden ins Bett.

Als es etwas weniger heiß war, machte ich mich auf, die Strände im Westen zu erfahren. Da ging es in Serpentinen Berg hoch und Berg runter. Ich war in Agios Paulos und sah den Strand von Preveli nur von oben, nach dem Brand im letzten Jahr verzichtete ich auf den Weg hinunter. Auch dieses Jahr brannte es. Feuerwehr und Hubschrauber waren an mehreren Tagen im Einsatz. Schön und auch schön windig war es in Triopetra. Da muss ich unbedingt noch mal hin, wenn es etwas ruhiger im Meer ist. Am letzten Wochenende begann dann das Kulturfestival in Galini. Im Dunkeln waren viele Leute auf den Beinen, um den Musikern zu lauschen und den Tänzern zuzusehen. Vom Dädalus-und-Ikarus-Denkmal hatte man einen guten Überblick. Die letzten Tage in Galini vergingen schnell. Baden, essen, Siesta, baden, essen, bummeln, noch was trinken im Cafe und schlafen.

Am Montag ging es dann früh am Morgen zurück Richtung Heraklion, immer der aufgehenden Sonne entgegen. Ich kam durch Timbaki und Mires, ich sah Arbeiter an den Kreuzungen, darunter viele Afrikaner, die warteten auf Arbeit auf den Feldern oder in den Gewächshäusern der Gegend. Gewarnt durch eine Blockade von Taxifahrern am Flughafen beeilte ich mich, Heraklion zu erreichen. Ich fand die richtige Abfahrt zum Flughafen, die noch frei war, und gelangte nach kurzem Umweg zum Parkplatz. Die Abflughalle war zwar brechend voll, aber problemlos hob die Maschine gegen 10 ab in Richtung Deutschland.