Mykonos

Delos entkommen? Ja.

Thomas Fritsch oder Alfred Biolek getroffen? Nein.  

Knutschende Männer gesehen? Nein.

Was dann?

Zugestaubte Autos auf dem Parkplatz an den Windmühlen. Bikini-Models, die den Strand in der Stadt suchen. Frappé, auf den man zehn Minuten warten muss. T-Shirt-Verkäufer, die erst meine Freunde sein wollen, dann ein weinrotes Shirt für sixty cash oder sixtynine card verkaufen wollen, obwohl ich immer sixteen verstehe. Junge blasse Russinnen mit Gucci-Tüten, obwohl ich keinen solchen Shop sehe. Eis für zwei Euro, süß und klebrig. Dänen, die mich von hinten fotografieren. Mein gelber Rucksack ist eben cool.

Die beiden Blondinnen aus Holland, die sich am Nebentisch im Cafe niederlassen, nerven allein

durch ihre Jugend schon. Jetzt bestellen sie auch noch Frozen Joghurt. Der Renner dieses Jahr.

Das Männeraufkommen steigt. Ich gehe bummeln in Klein Venedig. Weiche einer Gruppe Russen

aus. Die Gassen sind sehr eng. Genieße die Treppe bei den Windmühlen.

Mykonos ist bunt. Rot ist eine schöne Farbe. Immer noch. Grün aber auch. Motive für Fotografen gibt’s viele. Die Preise für’s Sitzen am Wasser sind schon o.k. Santorini war teurer, finde ich.

Bin ich froh, dass ich das alles erlebe!

Bin ich froh, dass um sechs das Schiff wieder nach Naxos geht!