Ankommen auf Milos

So ist es, wenn man denkt, da kommen viele Zimmerwirtinnen zum Seajet. Da er mit viel Verspätung von Naxos über Ios, Santorini und Folegandros im Hafen von Adamas im Dunkeln anlegte, erkannte ich wenig. Verena hatte geraten, in Pollonia Zimmer zu nehmen, doch alle, die ihre Tafeln hochhielten, kamen aus … klar, aus Adamas. Schließlich wies ein älterer Herr auf eine Frau im Dunkeln ohne Tafel und erklärte, dass sie auch Zimmer in Pollonia hätte. Na also. Wie ich dieses Ankommen im Dunkeln liebe! Dann nach Pollonia, Zimmer bezogen, im Rakomelo in der Nähe lange aufs Briam gewartet und ab ins Bett.

Der erste Morgen war sonnig, der Spaziergang zum Hafen kurz und das Frühstück im Cafe an der Ecke - gewöhnungsbedürftig und teuer. Wir liehen uns einen Wagen, fuhren nun im Hellen die Straße nach Adamas zurück und dann in den Süden nach Provatas. Das Baden erfrischte uns, die Laune besserte sich, doch ein Traumstrand war es nicht.

Also gönnten wir uns in Adamas am Hafen einen superleckeren Schokoladenkuchen zum Frappé. An der Straße nach Pollonia bogen wir ab zum Alogomandra. Gut, dass wir uns in Naxos Stühle gekauft hatten, ein leerer Abendstrand zum Baden, schön.

Noch schöner war der Sonnenuntergang bei Christo. Wir kamen mit einem Mann aus dem Haus ins Gespräch, der seit Jahren nach Milos kommt und auch länger bleibt. Er hatte Hunderte solcher Untergänge gesehen. Milos hat eben was.

Die Restaurants am Hafen waren voll. Es gab Wartelisten, ich war leicht entsetzt. Wo waren wir denn hier gelandet? Bei unserer Ankunft am Vorabend hatte uns Sophia am Ortseingang bei einem kleinen Verkehrsstau gesagt, hier könne man gut essen, doch das Rakomelo hatte sie uns ja auch empfohlen, und das war ziemlich leer gewesen. Wir spazierten zum Apanemia, wurden  herzlich begrüßt und bekamen einen der letzten Tische. Gute Stimmung, gutes Essen, guter Service. Die Muscheln Sanganaki waren köstlich. Das Essen versöhnte uns mit dem Tag.