Agia Anna - Annäherung an die Kykladen

Ich bin früher nie zum Rucksackreisen gekommen. Die Kykladen hätten es schon sein können. Aber wir bereisten meist Sithonia und Nordeuböa. Einmal waren wir, als Jannis eins war, mit dem Auto auf der Fähre nach Paros gefahren, aber mehr war nicht gewesen. Mein Kollege Klaus hatte mir im Winter schöne Bilder seines Urlaubs mit der ganzen Familie auf Naxos gezeigt. Psili Ammos, ein Traumstrand, meinte er. Er kannte Naxos aus seiner Studentenzeit. Es lohnt sich, meinte er, auch in deinem Alter noch. Von Naxos aus gehen Fähren überall hin. Da bist du ganz offen. Von Piräus aus kann ja jeder. Ich wollte schnell da sein. Mein Flieger war pünktlich in Athen, und Olympic Air setzte mich eine Stunde später mit 39 anderen Fluggästen auf dem kleinen Flugplatz Naxos International ab. In sengender Hitze bewegten sich alle schnell zum winzigen Gepäckausgabehaus, denn dort war etwas Schatten.

Das Taxi brachte mich in zehn Minuten zum kleinen Hotel in Agia Anna. Koffer ins Zimmer, Badehose an, durch den kleinen Garten, über die Straße und den heißen Sand ins Wasser. Herrlich frisch. So hatte ich noch nie eine Ankunft im Meer hinbekommen.

Es war schön in dem kleinen Dorf an der Westküste, südlich von Chora, der Inselhauptstadt. Neben dem Hotel waren zwei Tavernen, es gab ein kleines Cafe, mit Internetplätzchen, und einen kleinen Laden, der auch die Bustickets nach Chora verkaufte.

Von dort aus sollte ich Psili Ammos nicht erleben, aber Chora erkunden, den Norden der Insel erfahren und mich aufmachen nach Santorini und zu anderen Kykladeninseln.