Fahrt in den Osten

Mein Kollege Klaus hatte mir schon letztes Jahr den einsamen Strand Psili Ammos im Osten ans Herz gelegt. Da die Fahrt als anstrengend galt, machte ich mich früh auf den Weg. Durch Chalki ging es hoch in den Berg nach Filoti.

Kurz noch getankt, dann schnell weiter Richtung Apiranthos. Leider verpasste ich die Abfahrt Richtung Moutsouna prompt, da gerade Bauarbeiter auf der Straße Steine abluden, und ich fuhr in Serpentinen den Berg hoch. Ich fahre gerne Serpentinen und wunderte mich etwas, dass es nur bergauf ging und nicht bergab. Plötzlich stand ich an einer Straßenkreuzung bei einer Kirche.

Die kam mir bekannt vor. Vom letzten Jahr, als ich nach Apollonas in den Norden zum Kouroswollte. Ein Blick auf die Karte verriet, wieder zurück und dann in Serpentinen hinunter nach Moutsouna. Ein ruhiger gemütlicher Ort, ein Hafen mit Fabrikanlagen aus einer vergangenen Zeit, als hier Schmirgel abgebaut wurde.

Die Kafenions und Tavernen machten einen guten Eindruck. Der Frappé im Skala war der leckerste in diesem Urlaub. Dazu gab es frisches Wasser in einer Bügelflasche. Ich war begeistert.

Aber ich wollte ja zum Psili Ammos. Die Fahrt jetzt Richtung Süden an der Ostküste war schön. Schöne kleine Buchten, wenige Menschen, ein Esel auf der Straße und ein breiter Psili Ammos und ein kleinerer Strand nebenan, den ich ganz allein für mich hatte. Das Bad war erfrischend, das Wasser war toll. Ich brauchte den ganzen Sommer keine Badeschuhe, so schön war überall der Sand.

Zurück ging es schneller, klar. In Filoti wollte ich in Ruhe im Platanos sitzen und Kuchen essen und Kaffee trinken. So schlecht bin ich schon lange nicht mehr begrüßt und beachtet worden. Also machte ich eben schnell noch ein paar Fußballplatzbilder und fuhr nach Chalki.

Und da saß ich dann wieder an der kühlen Wand im Schatten am friedlichsten Ort dieses Urlaubs.