Ein Tag auf Santorini

Auf Santorini freute ich mich sehr. Ich musste früh aufstehen. Das Schiff ging um sieben.

Vorher noch am Hafen mit den ersten Reisenden frühstücken und dann los.

Die Einfahrt in die Caldera war genial. Ich machte Foto über Foto und bedauerte, keine bessere Kamera zu haben. Am Anleger in Athinios lagen schon andere Schiffe. Und davor standen Busse, die Ausflügler über die Insel brachten. Ich stieg in den italienischen Bus, wo Dario, ein Italo-Argentinier, die Reisenden auf Italienisch und Englisch begleitete. Unser Bus fuhr erst Oia an und später Fira, die Inselhauptstadt. Gut so, denn etwas später würden die Kretaschiffe kommen, und dann würde es in Oia richtig voll werden.

Oia war ein Gedicht für meine Augen. Nein, ein Spitzengedicht. Soviel Schönheit war fast nicht zu ertragen. Da muss eine eigene Bilderseite her.

Ich bummelte in Ruhe und setzte mich dann ins Lontza und genoss den Blick aufs Meer. Der Frappé kostete 3,90 Euro. Im Ernst, er war der beste des gesamten Urlaubs. Der Blick und der Geschmack waren es wert.

Der Bus fuhr pünktlich nach Fira. Ich ging am Kraterrand lang und überlegte, ob ich mit der Seilbahn in den alten Hafen hinunterfahren sollte. Zum Glück war gerade eine Busladung Russen da und die Schlange mir einfach zu lang.

Ich bekam Hunger, ging am voll besetzten Zafora vorbei und betrat das „Flame of Vulcano". Der absolut freundliche Raimoni setzte mich direkt an den Außenrand, wo ich Essen und Ausblick genießen konnte. Zuzukakia und Zaziki und leckeres Brot und Nero. Ich war glücklich. Es war auch nicht überteuert. Der Blick war kostenlos und geil.

Fira war touristischer und voller als Oia, hatte auch mehr Fastfood- und Souvenirläden. Wenn abends die Kreuzfahrtschiffe und die Ausflugsschiffe wieder weg waren, würde etwas Ruhe einkehren. Tagsüber war keine zu spüren. Früher soll es aber noch voller gewesen sein.

An der Haltestelle für den Rückbus traf ich die deutsche Familie , die nicht mit nach Oia gekommen war, sondern die Ausgrabungsstätten von Akrotiri besucht hatte. Dort war wieder geöffnet. Am späten Abend sah ich die Familie wieder im To Kastro. Naxos ist klein. Santorini wohl auch. Ich nehme mir vor wiederzukommen.