Die Porfi-Jahre

Der Jugoslawien-Krieg hielt uns davon ab, jemals wieder mit dem eigenen Wagen über den Autoput nach Griechenland zu fahren. So bestiegen wir zu dritt 1996 ein Flugzeug, um wieder die Chalkidiki zu besuchen und waren sehr überrascht, dass unser „blind“ gebuchtes Hotel etwa 100 Meter vom ehemaligen Campingplatz Silva und der Taverne Sonja lag. Der Platz wurde nicht mehr betrieben, der kleine Laden lag in den letzten Zügen, nur die Taverne konnte von den Urlaubern der umliegenden Hotels und der Wochenendgäste aus Thessaloniki leben. Das Porfi war in den ersten Jahren gut besucht, auch das Essen gefiel uns, mittags waren wir zuerst immer zu Fuß unterwegs nach Nikiti oderMetamorphosis. Manchmal liehen wir uns ein kleines Auto und fuhren nach Vourvourou oder Kalogrias zum Baden.

Mitten in der Woche war immer Barbecue angesagt im Porfi, also Suflaki grillen und Koteletts und manchmal in der Hochsaison griechische Tänze. Es gab eine schöne Poolbar, wo die Jungs Billard spielen und wir aufs Meer sehen konnten. Auch das alte große Schiff am Strand gefiel Jannis sehr. Das Baden am Meer bei den roten Klippen war schön, nur musste man lange hinausschwimmen, bis man als Erwachsener nicht mehr stehen konnte.

Es waren immer erholsame Wochen im Porfi, dessen Personal fast jedes Jahr wechselte. Irgendwann hatten wir es über, besuchten noch das Hotel Antigoni bei Ormos Panagias und nach einer „aufregenden“ Schiffsreise das Anthemus Sea bei dem Campingplatz bei Elia. Als Jannis endlich allein Urlaub machen wollte, war nach vielen Jahren unsere Freude auf das Reisen in Griechenland mit dem Auto so groß, dass wir das Porfi später nur mal kurz für einen Kaffee besuchten, als wir ein Zimmer bei Petros genommen hatten. Die Porfi-Jahre waren vorbei.

1996-1999