Herakles Beach - Rovies

Unseren ruhigen, alten Zeltplatz gleich hinter Chronia gibt’s immer noch. Als die Teerstraße fertig war, war es mühsam, hinunterfahren in den Kessel. Im letzten Jahr haben Zeltgriechen die Zufahrt wieder hergestellt. Dort hat man seine Ruhe. Unser Lieblingsplatz.

Seit wir Zimmer nehmen, fahren wir jeden Tag an verschiedene Strände, doch wir brauchen auch mal große weite Buchten mit Leuten in der Nähe. Herakles ist so ein Strand. Voller Steine, in der Woche nur Tagesgriechen, unter den Bäumen hin und wieder Zelte oder Womos aus F oder I. Wir sind morgens früh da, wenn es leer ist, mittags fahren wir lecker essen nach Limni und nach der Siesta ist wieder Platz am Herakles, bis ein paar Abendgriechen kommen. Von Freitagabend bis Sonntagnachmittag ist halb Athen hier oder Chalkis, Teile von Fußballmannschaften oder Großfamilien mit neuen Vans, am Sonntagabend kehrt wieder Ruhe ein.

Eine Kantina gibt es seit einigen Jahren nicht mehr, Frappé hol ich morgens von der Beach Bar um die Ecke oder, wenn sie nach langer Nacht noch zu ist, aus dem Cafe in Rovies gegenüber der Post. Die Bäume an der Straße geben Schatten, nur mittags muss man mit den Stühlen weiter wandern, dann wird der Strand heiß. Den ganzen Tag über fahren Autos auf dem Weg am Strand hin und zurück und wirbeln Staub auf, auch Karpousipickups und Plastikstuhllaster kommen vorbei, sogar Reiter sind unterwegs. Piccadilly Circus in Rovies. Herrlich griechisch - wenn man’s mag. Direkt am Wasser ist immer Trubel, kreischende Kinder, aber auch Eltern an Handys, die fast bis nach Rovies hin schreien, weiter oben ist immer mal Stille, man kann lesen, rätseln, dösen, schlummern und von Paputsakia im Platanos träumen.